Gemeinde Bahretal

Zuerst möchten wir Sie über aktuelle Aktivitäten in unserer Gemeinde informieren. Im September 2007 gründete sich der „Förderverein Dorfentwicklung Bahretal e.V.“. Durch den Vorstand des Fördervereins wurde die Idee geboren eine Heftreihe entstehen zu lassen, in der das Entstehen und die Geschichte der Dörfer – den heutigen Ortsteilen der Gemeinde Bahretal bis zur Gegenwart dokumentiert wird. Mit großen ehrenamtlichen Engagement und zeitaufwendigen Recherchen der Redakteure (Mitglieder) des Vereines wird die Geschichte der einzelnen Dörfer aufbereitet und der Öffentlichkeit durch die Herausgabe des Heftes „Geschichte & Geschichten der Gemeinde Bahretal“ zugänglich gemacht. Die erste Ausgabe der Broschüre steht Ihnen im → DownloadbereichBahretaler Geschichten →  Bahretaler Geschichten Heft 1 kostenlos zur Verfügung. Wir hoffen Sie neugierig für weiteren Ausgaben der Bahretaler Geschichte & Geschichten zu machen. Das Bestellformular sowie weiter Informationen zur Bestellung finden Sie unter → bestellschein_bahretaler-geschichten.pdf im Downloadbereich.

Geschichtliches

In ihrer Geschichte haben die Dörfer der jetzigen Gemeinde Bahretal viele Gemeinsamkeiten. In der Hauptsache waren es zwei Familien, welche ihre Entwicklung vom 15. bis zum 17. Jahrhundert, teilweise bis ins 19. Jahrhundert, maßgeblich bestimmten: Die Familie von Bünau auf Liebstadt und Weesenstein und die von Bernstein zu Ottendorf. Gersdorf und besonders Ottendorf mit seinem Rittergut bildeten die Zentren für die ländliche Umgebung.

Durch die Lage an der „Alten Dresden-Teplitzer Poststraße“ brachten die kriegerischen Auseinandersetzungen und die marodierenden Truppen im 30-jährigen und im 7-jährigen Krieg sowie besonders während des Napoleonischen Krieges 1813 (hier lieferten sich Russen und Franzosen auch in den Nentmannsdorfer Kalkbrüchen blutige Gefechte, von dem noch die sog. Napoleonschanze bei Herbergen zeugt), Not und Elend über die Bewohner der Region.

Auf dem Gemeindegebiet befinden sich mehrere Postmeilensäulen: Eine Ganzmeilensäule (1729) am Ehrlichtteich in Göppersdorf, Eine Halbmeilensäule (1729) zwischen Niederseidewitz und Nentmannsdorf sowie ein Viertelmeilenstein (1729) am Weg vom Seidewitztal nach Niederseidewitz. Heute kann man in den warmen Monaten mit einer original nachgebauten Postkutsche die wunderschöne Landschaft des Osterzgebirgsvorlandes auf der Dresden-Teplitzer-Poststraße genießen.

1955 brannte der Turm des Rittergutes Gersdorf ab, so dass die Gesamtansicht des Ortes eine deutliche Veränderung erfuhr. Als grenznahe Gemeinde zu Tschechien waren die Dörfer 1968 durch den Truppenaufmarsch der Roten Armee stark betroffen. Starke Panzerverbände blockierten während des Prager Frühlings die Straßen der Region.

Bereits 1970 und 1973 erfolgten erste Zusammenlegungen der Dörfer zu den Gemeinden Friedrichswalde-Ottendorf, Nentmannsdorf-Niederseidewitz und Borna-Gersdorf. Mit der Gemeindegebietsreform von 1994 wurden diese Gemeinden zusammen mit Göppersdorf und dem Ortsteil Wingendorf zur Gemeinde Bahretal zusammengelegt. 2000 haben sich die Städte Bad Gottleuba-Berggießhübel und Liebstadt mit der Gemeinde Bahretal zu einer Verwaltungsgemeinschaft zusammengeschlossen, mit Bad Gottleuba-Berggießhübel als erfüllender Gemeinde.

Das Hochwasser vom Sommer 2002 hat auch vor der Gemeinde Bahretal nicht halt gemacht. Da die Gemeinde sich über die Täler der Bahre und Seidewitz erstreckt, war sie auch von den Schäden dieser beiden Flüsse betroffen. Besonders in Mitleidenschaft gezogen wurde die Infrastruktur der Gemeinde, insbesondere Straßen und Brücken. Allein im Tal der Bahre mussten fünf Brücken neu gebaut bzw. saniert werden. Dazu kamen umfangreiche Arbeiten zur Sanierung der Flussläufe, ihrer Stützmauern und der Straßen. Mit der Sanierung der Dorfstraße in Borna wurden diese Arbeiten zum größten Teil Ende 2004 abgeschlossen. Insgesamt summierten sich die Schäden in der Gemeinde auf mehrere Millionen EUR.